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2012_Kombi-Tour

 Unsere Fahrt an die Weser

25 Tourenradlerinnen und –radler starteten am Fronleichnam-Morgen in Delbrück zur 4. Kombi-Tour, die in diesem Jahr erstmals über 4 Tage ging. Die Tour war wieder als Rundtour konzipiert und führte auf Radwegen und verkehrsarmen Nebenstrecken von Delbrück aus zunächst Richtung Paderborn. Nach Durchquerung der Domstadt stieg das Gelände bereits merklich an und forderte bis zur Erreichung des Lichtenturms bereits die ersten Körner.

Von Dahl aus wurde dann die Überquerung des Eggegebirges in Richtung Neuenheerse in Angriff genommen, wobei das eine oder andere Rad auch schon mal ein Stückchen geschoben werden wollte. Nach einer rasanten Abfahrt auf der anderen Seite zum Nethe-Stausee erwartete dort die Radlerinnen und Radler das Service-Team mit Getränken und gegrillten Würstchen, so dass die Reserven schnell wieder aufgefüllt werden konnten.

Weiter ging´s dann bei mittlerweile herrlichem Radlerwetter durch das schöne Nethetal Richtung Weser, natürlich nicht ohne eine kleine Kaffeepause unterwegs. Von der hoch gelegenen Terrasse des Quellenhofs konnte bereits die Weser ausgemacht werden, die nach der Pause auch in kurzer Zeit erreicht wurde. Dann war´s nur noch ein Klacks bis nach Höxter, wo Hotel und Erdinger bereits warteten. Beim gemeinsamen Abendessen wurde dann in heiteren Tischrunden die zurückgelegte Strecke noch einmal analysiert.

Der nächste Morgen grüßte die Radler schon mit blauem Himmel und Sonnenschein. Die 2. Etappe verlief auf dem Weser-Radweg die Weser entlang zunächst über Holzminden nach Bodenwerder. Etwas später in Hajen lauerte schon wieder das Catering-Team mit strahlendem Sonnenschein und Gegrilltem auf die Reisenden. Nachmittags musste bereits Sonnenmilch nachgekauft werden, so dass ein Abstecher in die Altstadt von Hameln notwendig wurde, wo auch gleich noch etwas Eis oder Kuchen zugeführt werden konnte.

Weil diese Etappe mit 93 km noch eine zusätzliche Pause erforderte, kehrte die Truppe noch auf ein Erdinger in der Schützenhalle von Großenwieden ein, bevor es dann endgültig ins Hotel nach Rinteln ging.

Am 3. Tag ging es weiter die Weser entlang über Polle, wo während einer kleinen Pause der Fährbetrieb mit der Treidelfähre beobachtet werden konnte, bis zum beeindruckenden Wasserstraßen-Kreuz in Minden, wo der Mittellandkanal auf einer Brücke über die Weser geführt wird. An der bekannten Schacht-Schleuse, der Verbindung von Kanal und Weser, wartete zur Mittagszeit bereits das Catering-Team, um die Akkus der Radlerinnen und Radler wieder zu füllen. Anschließend wechselte die Fahrtrichtung nach Westen und folgte dem Mittellandkanal weiter bis zum Großen Torfmoor, wobei festgestellt werden musste, dass mittlerweile ein unangenehm starker Gegenwind aufgekommen war.

In der Matsch-Kuhle im Großen Torfmoor nutzten einige Radler die Gelegenheit, etwas tiefer in die Thematik „Moor“ einzusteigen und lernten dessen Anziehungskraft auf ganz besondere Art kennen. Nach diesem Intermezzo und einer kleinen Rundfahrt durch das Moor wurde nach wenigen Kilometern das Hotel am Rande von Lübbecke erreicht. Auf die Fußball-Begeisterten wartete nach dem gemeinsamen Abendessen noch ein Public-viewing-event: Deutschland : Portugal. Wie sich leider herausstellte, war dieses Event jedoch nur für ausreichend groß gewachsene Fans geeignet. (1:0!!!)

Nach der Übernachtung in Lübbecke ging es dann am letzten Tag – wiederum mit Gegenwind - an die Überquerung von Wiehengebirge und Teutoburger Wald. Hier waren noch einmal einige Höhenmeter zu absolvieren, was aber durch den Reiz der Landschaft vollständig aufgewogen wurde. In einem Park am Rande von Bielefeld hatte das Service-Team dann zum letzten Mal den Grill angeworfen und verpflegte die Radlerinnen und Radler auf bewährte Weise.

Nahezu vollständig auf Parkwegen wurde danach Bielefeld durchquert, bevor auf der A33 die Durchschnittsgeschwindigkeit noch etwas verbessert werden konnte. Über Verl ging es weiter zum Steinhorster Becken, wo im Cafe Brinkmeier zum Ende der Tour noch einmal Kaffee und Kuchen gereicht wurden.

Zugegeben – das hört sich jetzt vielleicht nach einer eher lukullisch orientierten Veranstaltung an, aber immerhin wurde zwischendurch auch fleißig geradelt: Insgesamt 330 Kilometer mit über 2.000 Höhenmetern!  Und als das Ende – der schiefe Kirchturm – in Sicht kam, wurden sogar Stimmen laut, die nach „Verlängerung“ verlangten oder bereits das Ziel für die Kombi-Tour 2013 wissen wollten.

Zurück in Delbrück zeigten sich die Radlerinnen und Radler auch nach 4 Tagen im Sattel noch begeistert von der abwechslungsreichen Streckenführung mit vielfältigen Landschaftseindrücken, dem stress- und pannenfreien Verlauf der Tour und der guten Stimmung während der Fahrt, die sicherlich auch vom durchgehend guten Wetter positiv beeinflusst wurde.

MZ

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